Historie
0
2017

Schloss Oberhofen

Schloss Oberhofen
Angelo Boog
Fr.1.00+-.50

Im Gegensatz zum Castello Visconteo blieb dem Schloss Oberhofen am Thunersee eine beschaulichere Geschichte gegönnt. Zwar wurde auch dieses im 12. Jahrhundert gebaut, damals jedoch mit seinem mächtigen Bergfried als Wehrbau. Viel abzuwehren gab es allerdings nicht. Im Besitz der Habsburger ging die Anlage nach deren Niederlage in der Schlacht von Sempach im Jahr 1386 zuerst an Bern und dann an diverse bedeutende bernische Familien über. Ein wichtiger Umbau geschah von 1652 bis 1798, die Burg wurde zum Landvogteisitz und Schloss ausgebaut. Weitere wichtige Umbauten liess Albert Graf de Pourtalès, der 1844 Besitzer wurde, in Auftrag geben. Von ihm stammen die Bauten und Türmchen im historistischen Stil. Und dann, 1925, nahm der amerikanische Rechtsanwalt William Maul Measey die Geschicke des Schlosses in die Hand. Er überführte das Anwesen 1940 in eine Stiftung, unter der das Bernische Historische Museum sich des Schlosses annahm. Es wurde Wohnmuseum und war öffentlich zugänglich. Seit 2009 ist das Schloss Oberhofen in der Obhut einer privatrechtlichen Stiftung. Das Schloss vermietet diverse Räume für private Anlässe und kann als Museum mit ausserordentlichen Inneneinrichtungen aufwarten.
Schloss Oberhofen

Drucken