Historie
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2016

Schlittenseilbahn Funi, Gstaad

Photopress/Mischa Christen

Die Schönen, Reichen und Mondänen - wer sonst konnte sich die teuren Hotels, die ausgedehnten Dinners, Cocktailpartys und Ballnächte in Gstaad leisten. Oder die Aktivitäten auf Skiern, die da zum absoluten Muss avancierten. Einzig der Aufstieg zu Fuss oder mit Fellen entsprach noch nicht der Leichtigkeit des Seins verwöhnter Herrschaften. Also musste eine Lösung her. Die wurde auch gefunden. Oder besser erfunden. 1934. Von Arnold Annen, einem Tüftler, und Oswald von Siebenthal, dem Sohn des Besitzers vom Hotel Bernerhof. Es war eine Seilbahn mit zwei Schlitten, die auf Schnee gegenläufig hinauf und hinunter fuhren und pro Mal fünfzig Personen ganz ohne Schweissperlen zum Ausgangspunkt ihrer sportlichen Freuden brachte. „Funi“ hiess die Schlittenseilbahn. Sie wurde danach auch in anderen Wintersportorten gebaut, um wenige Jahre später durch Skilifte ersetzt zu werden. Heute ist der Funi Geschichte. Einzig der Funi 2 des Hornbergs erinnert noch an den einstigen Erfolg findiger Bergler. Ein Schlitten davon ist heute im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern zu besichtigen. Von Schönen, Reichen und Mondänen - aber nicht nur.
Verkehrshaus der Schweiz, Luzern

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