balken_stiftung

Motto: „Alle für einen, einer für alle"

Bis weit in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg standen Sammlungen zugunsten bedürftiger Bevölkerungsgruppen und Minderheiten im Vordergrund. Die nachfolgende Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. So bildeten etwa die beiden Weltkriege den Hintergrund für mehrere Sammlungen zugunsten der Schweizer Soldaten an der Grenze. Die erste diesbezügliche Sammlung fand 1916 statt. 1918, 1929, 1940 und letztmals 1968 war der Erlös für die Schweizerische Nationalspende für unsere Soldaten und ihre Familien bestimmt. Wie sehr die Bundesfeierspende gerade auch in der Armee verwurzelt war, zeigt das Beispiel General Henri Guisans: 1940 ermächtigte er Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten, das Bundesfeier-Abzeichen am Abend des 31. Juli und am 1. August zu tragen, und 1942 empfahl er den Truppen den Kauf des Abzeichens.
 
Mit Stolz darf im Rückblick darauf hingewiesen werden, dass viele bedeutende Organisationen einst auf Mittel aus Bundesfeierspenden angewiesen waren. So standen insgesamt elf Sammlungen im Dienste des Schweizerischen Roten Kreuzes: 1912, 1917, 1937, 1944, 1950, 1957, 1963, 1969, 1975, 1981 und 1987. Die Mittel waren für ausgewählte Inlandaufgaben wie etwa die Förderung der Krankenpflege bestimmt. Der einleitend erwähnte Schweizerische Samariterbund kam 1921 und 1942 zum Zug. Eine eigentliche Institution innerhalb der Pro Patria bildete noch bis in die Neunzigerjahre des letzten Jahrhunderts die Mütterhilfe. Für Mütter in Notlagen – so hiess die offizielle Bezeichnung – wurden 1926, 1939, 1945, 1951, 1958, 1966, 1974, 1980 und 1985 Sammlungen durchgeführt. In den Kantonen wurden Pro Patria-Mütterhilfe-Komitees ins Leben gerufen, welche für die Verteilung der Mittel zuständig waren. Über Jahrzehnte hinweg bestand auch eine enge Zusammenarbeit mit den Schweizer Frauenorganisationen, denen die Sammlungen der Jahre 1956, 1970, 1979, 1989 und 1995 galten.

Auch die „Fünfte Schweiz" wurde nicht vergessen. Für Schweizer im Ausland und das Auslandschweizer-Sekretariat der Neuen Helvetischen Gesellschaft NHG waren die Sammlungen der Jahre 1924, 1938, 1953, 1959, 1965, 1972, 1978 sowie 1984 bestimmt. Schweizerinnen und Schweizer danken dies Pro Patria bis auf den heutigen Tag mit dem Kauf des 1. August-Abzeichens in aller Herren Länder.

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