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Die Verbündeten

Unermüdlich auf der Suche nach Verbündeten

Die ersten Jahre der Bundesfeier-Spende waren – wie könnte es anders sein – äusserst bewegt. „Alle für einen, einer für alle", hiess zwar die Losung!Doch wurde der Ruf nach Unterstützung nicht immer erhört. Die Distribution der Karten stellte das Komitee vor erhebliche organisatorische Probleme, da die Poststellen die Kunstkarten nur auf Anfrage hin verkauften. Es war daher unerlässlich, in Ergänzung zum Vertrieb durch die Post ein eigenes Sammlungsnetz aufzubauen.Zu den frühen Verbündeten gehörten der Schweizerische Samariterbund und der Schweizer Heimatschutz. Die patriotische Bewegung zu Beginn des Ersten Weltkriegs brachte zusätzliche Verstärkung durch Offiziers- und Unteroffiziersgesellschaften, Militär- und Schützenvereine sowie durch den Eidgenössischen Turnverein. Wertvolle Unterstützung erfuhr das Bundesfeier-Komitee ab den Zwanzigerjahren auch durch den Hotelier-Verein. Zu den wichtigsten Stützen der Sammlungen entwickelten sich bald einmal – und bis auf den heutigen Tag – die Schulen.

Die Geschichte der Pro Patria wartet mit gar mancher Überraschung auf. So wurde in den Jahren 1916 und 1917 eine engere Zusammenarbeit mit der Pro Juventute erwogen. Dieses der Jugend verpflichtete Werk war 1912 unter der Schirmherrschaft der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft gegründet und von der Post mit Wohltätigkeitsmarken als Sammlungsmittel ausgestattet worden. Die Verhandlungen zerschlugen sich jedoch: „Nicht ein Zusammenschluss mit der Pro Juventute und anderen ähnlichen Korporationen wurde als erstrebenswertes Ziel angesehen, sondern eine freundschaftliche, von gegenseitiger Rücksichtnahme getragene Zusammenarbeit", entnehmen wir einer zeitgenössischen Quelle. Ein Beispiel für die Zusammenarbeit mit Pro Juventute ist etwa die Bundesfeierspende des Jahres 1943, die für den Stipendienfonds für Jugendliche in Berufsausbildung bestimmt war. Auf der Suche nach Sachkompetenz wurde die Verteilung des Erlöses jener Sammlung Pro Juventute anvertraut.