balken_stiftung

Bundesfeierkarten – Bundesfeierbriefmarken – 1. August-Abzeichen

Am 1. August 1910 wurde die erste Bundesfeierkarte angeboten. Schöpfer war der St. Galler Künstler Richard Schaupp (1871-1954). Die Karte trug den Titel „Die Wächter der Heimat" und zeigte Wilhelm Tell und Arnold Winkelried. Sie enthielt bereits den Zusatz „Pro Patria", obwohl dieser Begriff damals noch nicht zum offiziellen Vokabular des Bundesfeier-Komitees gehörte. Eine Karte kostete 20 Rappen. Der Erlös der ersten Sammlung betrug Fr. 29'000.- und war für die Opfer der damaligen Hochwasserkatastrophen bestimmt. In den ersten Jahrzehnten wurde der Sammlungszweck stets mit dem Bundesrat abgesprochen.
 
Auf der Suche nach einem Sammlungsmittel, das für zusätzliche Einnahmen sorgen sollte, wurde 1923 das 1. August-Abzeichen eingeführt, das den damals stattlichen Betrag von einem Franken kostete. Vom ersten Jahr an war diesem symbolträchtigen Sammlungsmittel ein grosser Erfolg beschieden. Einen Höhepunkt stellte das Jahr 1945 dar, in dem mehr als 900'000 1. August-Abzeichen verkauft wurden. 1938 erschien als drittes Sammlungsmittel die erste Bundesfeier-Marke mit Taxzuschlag. Als Markensujet der 10-Rappenmarke diente die Tellskapelle; der Zuschlag betrug 10 Rappen. 1952 wurde der Hinweis auf die Bundesfeier beziehungsweise auf den 1. August auf den Briefmarken durch die Bezeichnung „Pro Patria" abgelöst. 1967 erreichte der Briefmarkenverkauf mit 37 Millionen Stück einen historischen Höhepunkt. Auf den Bundesfeier-Karten fiel der Taxzuschlag ab 1938 weg, als Kunstkarten hingegen erfreuten sie sich aber noch bis 1960 grosser Beliebtheit.

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail