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Baudenkmäler in der Schweiz

Als ehemaliger Leiter der Sektion Heimatschutz und Denkmalpflege des Bundesamtes für Kultur freut es mich ganz besonders, dass die diesjährige Sammlung im Zeichen der Denkmalpflege steht und zunächst einmal der Äufnung des entsprechenden Fonds zugutekommt. Während die Erhaltung und der Unterhalt von Baudenkmälern eine kulturelle, aber auch materielle Herausforderung für die je¬weiligen Besitzerinnen und Besitzer darstellt, ist die fachliche Begleitung sowie die finanzielle Förderung eine gesetzliche Aufgabe der entsprechenden öffentlichen Instanzen. Eine ganz besondere Rolle kommt deshalb den Förderbeiträgen der Pro Patria zu: Sie haben den Charakter einer gezielten und freiwilligen Ermunterung für kulturbewusste Besitzerinnen und Besitzer von Baudenkmälern. Das Geld stammt nicht aus öffentlichen Quellen, sondern wird Jahr für Jahr im Kreis der Bevölkerung zusammengetragen. Tausende sind jeweils an den Sammlungen beteiligt, wie das folgende Zahlenspiel erahnen lässt. So entspricht beispielsweise ein Förderbeitrag von CHF 10’000.– dem Tax-Zuschlag auf 20’000 Pro Patria-Briefmarken zum A-Tarif. Oder aber: Für eine Pro Patria-Spende in der Höhe von CHF 30’000.– müssen 5’000 1. August-Abzeichen abgesetzt werden.
Aus meiner früheren beruflichen Tätigkeit weiss ich, dass die Pro Patria-Förderbeiträge weit über den Geldwert hinaus als Gütesiegel verstanden werden. Dazu kommt, dass einzelne Aktionen wie zum Beispiel das Kleinbauten-Programm längst zu einem Markenzeichen geworden sind und in vielen Fällen einen nicht zu unterschätzenden Beitrag an die Erhaltung unserer Kulturgüter leisten: Baudenkmäler schaffen Identität …
Das oben dargelegte Zahlenspiel veranlasst mich zum aufrichtigen Dank an die unzähligen bekannten und unbekannten Förderinnen und Förderer unserer Stiftung. Danken möchte ich ganz besonders allen Spenderinnen und Spendern, allen freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei den Strassen¬verkäufen, allen Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern, aber auch der Schweizerischen Post sowie den Philatelistinnen und Philatelisten in aller Welt.

Johann Mürner, Präsident der Schweizerischen Stiftung Pro Patria

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